Die Geschichte des Musikvereins Velden e.V.

Die Geschichte des Vereines begann mit der Tätigkeit von Willi Hönnl in Velden. Er war der erste, der mit seinen Bläser- und Akkordeonschülern neue Orchester aus Kindern und Jugendlichen gründete. Der erste belegte Auftritt ist ein Weihnachts- konzert in Waldkraiburg mit 6 Akkordeonspielern am 25.12.1971. Bis zur Gründung des Vereines am 23.11.1973 fanden viele weitere Auftritte statt.

Während der 1200-Jahrfeier in Velden entstand der Wunsch, die jungen Orchester in einem Verein zu organisieren. Die Initiatoren dieser Vereinsgründung waren Martin Holzmann und Willi Hönnl. Auch Johann Sellmayer kann dabei genannt werden, denn auf seinem Bauernhof trafen sich die Kinder und Eltern zu den Proben. Dort in der „guten Stube" wurde der Musikverein mit Martin Holzmann als 1. Vorstand, Barthl Zur (der Vater des jetzigen Vorstandes) als 2. Vorstand und natürlich Willi Hönnl als Dirigent gegründet. Das Gründungskonzert mit dem Akkordeonorchester und der Jugendblaskapelle am 29.12.1973 war gleichzeitig der festliche Abschluß der Veranstaltungen zur 1200-Jahrfeier.

Am 28.01.1973 wurde der neue Verein in das Landshuter Vereinsregister eingetragen. Dass ein junger Verein gut haushalten muß, verdeutlichen einige Einträge aus der ersten Zeit: die jungen Kapellen spielten Auftritte gegen Instrumente, das heißt, als Bezahlung wurde für den Verein ein Instrument gekauft. Einiges konnte durch Kontakte der Mitglieder gebraucht erworben werden.

Im Dezember 1976 trat das Akkordeonorchester erstmals beim Konzert im Pfarrheimsaal mit der Jugendblaskapelle auf. Wir hatten aber immer mehr Akkordeonschüler und so gab es ab 1978 auch zwei Akkordeonorchester. Die gute Stube von Johann Sellmayer wurde als Probenraum für die Orchester bald zu klein und die Gemeinde stellte dem Verein einen Raum in der alten Mädchenschule (jetzt Kindergarten) als Probenraum zur Verfügung. Der Zusammenhalt im Verein wurde durch die jährlichen Konzerte und einen Musikantenball in jedem Fasching gefördert. Zu dieser Zeit war es auch noch üblich, daß die Eltern der Musiker während der Proben dablieben und sich zusammensetzten. Dabei wurde so mancher gute Einfall für den Verein geboren.

Die Akkordeonmusik führte in dieser frühen Zeit noch ein recht stilles Dasein, so wurden im Jahr 1980 die beiden Orchester wieder zusammengefaßt, weil die Beteiligung an den Proben so gering war. Dazu muß auch gesagt werden, daß sich Dirigent Willi Hönnl hauptsächlich auf die Blasmusik stützte und so manchen Akkordeonspieler überredete, ein Blasinstrument zu lernen. Berühmt dabei war, daß er den Spielern ins Gesicht sah und danach entschied, welches Blasinstrument geeignet sei („Du hast Lippen für ein Tenorhorn").

Im Oktober 1980 mußten die Orchester den Probenraum in der alten Mädchenschule räumen, da der Kindergarten umgebaut werden sollte. Die Gemeinde stellte ein Schulzimmer in der Schule Vilslern zur Verfügung.

Im Dezember 1980 wurde der Alte Bahnhof in Velden, das heutige Musikheim von der Vorstandschaft in Augenschein genommen, da Vorstand Holzmann gemeinsam mit der Gemeindeführung plante, das Erdgeschoß für den Musikverein zu nutzen.

Einen ersten größeren Auftritt hatte das Akkordeonorchester beim Freundschaftstreffen der Akkordeonorchester in Straubing am 25.4.1981.

Einen herben Verlust mußte der Verein hinnehmen, als am 6.5.81 der Probenraum in der Schule Vilslern völlig ausbrannte. Der gesamte Bestand an Notenmaterial wurde vernichtet, Instrumente beschädigt und dies bedeutete eine Verlust in Höhe von 10.000,-- DM, für die damalige Zeit sehr viel Geld.

In dieses Jahr fiel der größte Kraftakt für den Verein: der Umbau des Bahnhofes. Die Gemeinde führte Maurerarbeiten und Installationen durch, die gesamte Inneneinrichtung renovierten und erneuerten Vereinsmitglieder in Eigenleistung (Martin Holzmann zählte 1147 Arbeitsstunden). Die Kosten dafür trug der Verein, wobei der Löwenanteil durch eine Sammlung bei Veldner Geschäften und Betrieben eingebracht wurde. Bezeichnend für den einmaligen Einsatz der Mitglieder ist, daß die gesamte Einrichtung (Eckbänke, Theke) selbst geschreinert wurde. Lorenz Priglmeier sammelte das Material dafür bei verschiedenen Mitgliedern. Ab November konnte im alten Bahnhof geprobt werden. Willi Hönnl zog im ersten Stock ein und so wurde der Bahnhof vollends zum Musikheim.

Im Mai 1982 durfte das Akkordeonorchester die Veldner Delegation zur italienischen Patengemeinde Roana begleiten, gestaltete einen Konzertabend, trat im Rathaussaal auf und wirkte bei der Kommunionfeier der italienischen Kinder in der Pfarrkirche mit. Im Juni 1982 fuhr unsere Jugendblaskapelle nach Aigrefeuille, eine kleine Gemeinde in Frankreich an der Atlantikküste im Departement Charente Maritime. Man kann wohl sagen, daß durch unsere Musiker hierbei der Grundstein für die immer noch andauernde Freundschaft zwischen dem Gemeinden gelegt wurde. Diese Freundschaft ist durch Paul Metay entstanden, der während des Krieges als Kriegsgefangener bei der Familie Thaler in Velden war. Er fühlte sich damals so sehr als Mitglied der Familie, daß er allen in Freundschaft verbunden blieb. Dieser Herr Metay war sehr musikalisch, spielte selbst ein Instrument und durch ihn kam die Freundschaft zuerst zwischen den beiden Musikvereinen zustande. Diese Freundschaft wird bis heute mit regelmäßigen Besuchen und Gegenbesuchen lebendig erhalten und sehr oft ist eine Musikgruppe aus dem Verein bei diesen Fahrten dabei.

Die feierliche Einweihung des Musikheimes wurde am 17. September mit einem Konzertabend begonnen, am 18. September fand nachmittags die offizielle Einweihung statt und jeder durfte beim Tag der offenen Tür die neuen alten Räume besichtigen. Viele Besucher fanden rund um das neue Musikheim an Bänken und Tischen Platz und wurden von den drei Orchestern unterhalten.

Im Oktober 1982 wurde der Bahnhof von der Deutschen Bundesbahn zum Verkauf freigegeben. Der Markt Velden erstand das Gebäude.

Mit einem Jubiläumskonzert feierte der Verein am 26.3.1983 sein 10-jähriges Bestehen.

Am 10. September hatte unser jetziger Dirigent und Akkordeonlehrer Ludwig Rottenwallner seinen ersten Einsatz für den Musikverein. Er dirigierte ab 1982 das Juniorenorchester (die „Großen"). Willi Hönnl war zu dieser Zeit schon krank, hatte 1982 die Ausbildung und Leitung dieses Orchesters abgegeben und behielt das Nachwuchsorchester unter seiner Leitung. Ludwig Rottenwallner war schon lange als Akkordeonlehrer im Umkreis von Velden tätig und hatte auch eine kleine Spielgruppe in seinem Heimatort Pauluszell. Diese Gruppe legte er mit dem bestehenden Orchester zusammen und seitdem ist er im Musikverein dabei. Zum ersten Mal nahm dieses Orchester 1984 in Regensburg an einem Wertungsspiel teil und erhielt in der Hauptstufe die Wertung „sehr gut", für den ersten Auftritt ein recht gutes Ergebnis.

Anfang August war großer Tag in Velden – die Partnerschaft mit Aigrefeuille wurde offiziell besiegelt. Die feierliche Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde begleitete das Junioren-Akkordeonorchester.

Im Jahr 1985 war das Bayerische Fernsehen öfter in Velden. Es war ein Film mit den Titel „Jugend musiziert" geplant und es wurden Aufnahmen im Musikheim, bei Proben und beim privaten Musikunterricht von Willi Hönnl gemacht. Am 6. April 1986 lief der Film unter dem Titel „Carmencita in der Bahnhofshalle".

Am 6. Juni 1986 bestritten erstmals nur die beiden Akkordeonorchester ein Konzert in Velden und hatten damit großen Erfolg. In den folgenden Jahren fanden immer zwei Konzerte des Vereines in Velden statt – einmal nur mit Blasmusik und eines mit den beiden Akkordeonorchestern.

Vom 12. – 17.06.1986 war das Akkordeonorchester bei einer Fahrt nach Frankreich dabei und stellte sich mit einem Konzertabend im Festsaal vor.

Beim Landeswettbewerb in Herzogenaurach erreichten beide Akkordeonorchester gute Wertungen.

Den ersten größeren Erfolg in einem Wertungsspiel verzeichnete das Akkordeonorchester von Ludwig Rottenwallner im Sommer 1987 in Trossingen, der Heimat des Hohner-Akkordeons. Mit der „Märchen-Sinfonietta" erreichten sie unter 40 Orchestern in der Hauptstufe den 5. Platz.

Auch beim Wettbewerb in Landshut im nächsten Jahr schnitten beide Orchester gut ab, der Nachwuchs mit einem 7. Platz unter 16 Bewerbern und das Juniorenorchester mit einem 6. Platz unter 24 Orchestern. Auch bei Einzelwettbewerben waren immer wieder Spieler aus Velden unter den Ersten dabei.

Im September 1987 stand eine Fahrt nach Roana an, bei der das Akkordeonorchester dabei war. Noch heute wird vom Konzert im Gemeindesaal gesprochen. Nach den ersten Stücken fiel nämlich der Strom aus und alles lag im Dunkel. Nach etlichen Mißtönen war’s aus mit der Musik, aber der damalige Schlagzeuger Christoph Kastenmeier rettete die Situation zur Begeisterung der Zuhörer mit einem Schlagzeugsolo von fast einer Viertelstunde, bis es wieder Licht gab. Am nächsten Tag spielte das Orchester in der Kirche und danach wollten viele Italiener den Schlagzeuger selbst kennenlernen.

Im Herbst 1988 feierte der Verein sein 15jähriges Bestehen mit einem Fest im Pfarrsaal und Ehrungen für Musikanten, die schon 10 oder 15 Jahre dabei waren. Der Höhepunkt in der Probenarbeit wurde 1988 erreicht – fast 200 Musikproben mit 4 Orchestern fanden in diesem Jahr im Musikheim statt.

Erstmals im Winter 1988 trat das Akkordeonquintett des Vereines im Adventssingen in der Pfarrkirche auf. Die Zuhörer waren angenehm überrascht, daß man mit dem Akkordeon auch klassische Musik und Kirchenmusik spielen kann und seitdem ist in jedem Jahr eine Gruppe aus unserem Verein bei diesem Kirchenkonzert dabei. Fünf Musiker aus dem Juniorenorchester hatten sich zu diesem Quintett zusammengeschlossen in dem auch Ludwig Rottenwallner selbst mitspielt. In den Konzerten wurde es nun noch abwechslungsreicher – 2 Orchester, Quintett und Duo-Auftritte bereicherten die „Harmonika-Festivals".

Dabei soll auch das Duo Haindl-Daxauer besonders erwähnt werden. Diese beiden erreichten in diesen Jahren mehrmals erste Preise bei Wettbewerben.

Ein richtiges Musikfest wurde die Hochzeit der Musiker Josef Kellermann und Christine Thaller in Wurmsham. Beide sind in Kapellen des Vereines aktiv und so wechselte sich eine Kapelle nach der anderen bei der Gestaltung des Hochzeitsfestes ab. Für die Musiker im Verein ist es ohnehin Ehrensache, jedes Mitglied mit Musik in die Ehe zu begleiten, ob nun beim Hochzeitszug oder als Kirchenmusik.

Viele Ehrungen gab es am 21.10.89 für Willi Hönnl. Er wurde 60 und dazu gratulierten ihm alle Orchester bei einer Cäcilia-Feier musikalisch.

Eine große musikalische Abordnung besuchte im September 1990 Aigrefeuille, die Eberspointer Hofsänger und das Akkordeonorchester. Beim Festabend ebenso wie in der feierlichen Messe gestalteten sie gemeinsam das Programm und zeigten wieder einmal, daß die Musik keine Sprachbarrieren kennt. Musiker werden überall verstanden.

Bei der Cäciliafeier 1990 endete eine Ära im Musikverein. Erstmals hatte Willi Hönnl den Dirigentenstab abgeben müssen, eine langwierige Krankheit erlaubte ihm nicht mehr, seine Arbeit in gewohnter Weise fortzuführen. Sein Sohn Nick vertrat ihn bei de Jugendblaskapelle und Ludwig Rottenwallner übernahm zeitweise das Schülerakkordeonorchester. Willi nahm zwar im Frühjahr 1991 selbst wieder den Unterricht in die Hand, aber es war absehbar, daß er entlastet werden mußte.

Bei der Fahrt zur italienischen Patengemeinde Roana begleiteten die Blaskapelle und das Akkordeonquintett die Veldner Abordnung.

Im Herbst 1991 teilte Martin Holzmann der Vorstandschaft mit, daß er aus Altersgründen den Vorsitz im Verein abgeben wolle. In der Mitgliederjahres- versammlung am 10.01.1992 ging die „Ära Holzmann" zu Ende. Fast 20 Jahre war Martin Vorstand des Vereins und der neue Vorstand Anton Zur übernahm kein leichtes Amt von ihm. Martin stand in der ersten Zeit mit Rat und Tat zur Seite und so saß Anton bald fest im Sattel.

Am 30.10.1992 richtete der Verein wieder ein großes Konzert aus. Alle Kapellen spielten und Martin Holzmann wurde in diesem Rahmen offiziell zum Ehrenvor-sitzenden ernannt.

Im April 1993 hatte Willi Hönnl seinen letzten großen Auftritt. Mit seinen beiden Nachwuchskapellen gestaltete er das Frühjahrskonzert. Mühsam stieg er auf die Bühne und dirigierte mit eisernem Willen den ganzen Abend.

In diesem Jahr wurde der Verein 20 Jahre alt und wir beschlossen, zu diesem Anlaß ein großes Fest für die Öffentlichkeit zu halten. So entstand das Grillfest im „Biergarten Bahnhof" rund um das Musikheim, das inzwischen eine feste Einrichtung bei den Veldner Veranstaltungen ist. Vormittags gestalteten wir einen Festgottesdienst und dann zogen wir zum Musikheim, wo bis zum Abend gefeiert wurde. Hier sind die Akkordeonspieler immer für Kaffee- und Kuchenverkauf und fürs Spülen des vielen Geschirrs zuständig.

Einen großen Verlust erlitt der Verein am 5.10.93 – Willi Hönnl war gestorben. Obwohl uns schon lange klar war, daß seine Gesundheit nicht mehr wiederherzustellen war, traf uns sein Tod hart. Mit einem Gedenkkonzert verabschiedeten sich alle Musiker am 20. November von ihm. Seine Söhne Thomas und Nick und Roland Simon wollten gemeinsam die Jugendblaskapelle weiterführen, Ludwig Rottenwallner übernahm endgültig das Nachwuchsakkordeonorchester.

Am 12.03.95 wurde das Akkordeonorchester beim Akkordeonwettbewerb in Türkheim bayerischer Meister in der Hauptstufe. Angespornt durch diesen Erfolg, trauten sich die Musiker zum internationalen Wettbewerb nach Innsbruck und belegten zu ihrer großen Freude in Konkurrenz mit 35 Orchestern aus 4 Ländern in der Hauptstufe einen hervorragenden 5. Platz. Insgesamt trafen sich 270 Orchester mit ca. 10000 Spielern in Innsbruck, ein einmaliges Erlebnis für die Veldner.

1995 stieg auch erstmals Karin Tiefenbeck bei der Ausbildung des Akkordeonnachwuchses ein. Ludwig Rottenwallner konnte alleine die große Menge an Schülern nicht mehr bewältigen.

Natürlich waren auch beim Besuch aus Frankreich im April 1996 wieder Musiker aus unserem Verein dabei: das Akkordeonorchester und eine Bläsergruppe.

Den größten Erfolg in der bisherigen Geschichte der Akkordeonmusik in Velden errang das Akkordeonorchester im Mai 96. Bei internationalen Akkordeonmeister-schaften in Kopenhagen erreichte das Orchester in der Hauptstufe Erwachsene den 1. Platz.

Im Frühjahr war der Bayerische Rundfunk in Velden und nahm auf dem Marktplatz für eine Sendung die Musik der Blaskapellen und des Akkordeonorchesters auf. In der Sendung waren dann allerdings nur etwa 6 Minuten Musik zu hören. Trotzdem waren natürlich alle stolz, bei diesem Ereignis dabei sein zu können.

Zum Akkordeonkonzert am 10. Januar kam eine lokale Berühmtheit nach Velden: Sissi Retschmeier aus Landshut, Ausnahmemusikerin und mehrfache Preisträgerin bei Jugend musiziert, war Gastspielerin bei den Veldner Orchestern. In diesem Konzert spielte das Akkordeonorchester in neuer Besetzung. Ludwig Rottenwallner hatte alle Spieler zu einem Orchester vereinigt, das aber in B-Besetzung (alle Spieler) oder A-Besetzung (die besseren Musiker) verschieden schwere Stücke spielte.

Karin Tiefenbeck begann in diesem Jahr als Lehrerin für den Verein zu arbeiten, gründete ein zweites Quintett und baute langsam ein neues Nachwuchsorchester auf. Sie schloß im Sommer 1998 Ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Plattling ab.

Das Frühjahr 1998 stand ganz in den Vorbereitungen für die 25-Jahrfeier des Vereines.

Am 20.06. wurde das Musikheim auf Vordermann gebracht. Die Räume wurden ausgeräumt und neu gestrichen. Am 24.07. feierten wir mit Vereinsmitgliedern und geladenen Gästen am Festabend im Pfarrheim. Wir ehrten Gründungsmitglieder, Dirigenten, aktive Musiker und langjährige passive Mitglieder. Das Akkordeonorchester umrahmte die Feier musikalisch. Am 25. Juli waren wir den ganzen Tag mit Aufbauarbeiten an der Festhalle beschäftigt. Beim Festgottesdienst spielte das Akkordeonorchester die Kirchenmusik. Nachmittags gingen In einem Sternmarsch fünf Blaskapellen aus verschiedenen Richtungen auf den Petersbrunnen zu und vereinigten sich dort zu einem Gemeinschaftschor.

Am 9. Und 10.11.98 fuhren die Mitglieder des Akkordeonorchesters zu einem lustigen Hüttenwochenende nach Wörgl. Dieser Ausflug am Anfang des Schuljahres hat sich seitdem eingebürgert und trägt viel zum Zusammenhalt im Orchester bei.

Am 2.12.99 wurde Karin Tiefenbeck offiziell als 2. Dirigentin für Akkordeonorchester in den Verein aufgenommen. Im Herbst 1999 wurde die Wohnung im Oberstock des Musikheimes frei und wir bekamen von der Gemeinde in Aussicht gestellt, daß wir auch diese Räume nutzen könnten. Da wir immer mehr Anfragen zur Ausbildung an verschiedenen Orchestern bekommen hatten bemühten wir uns um mehrere Musiklehrer. Aus dem Verein hatten wir bereits einen Schlagzeuglehrer – Roland Gallner bildete bereits seit einiger Zeit etliche Schüler im Musikheim aus. Bereits im März hatten wir zusätzlich Lehrer für musikalische Früherziehung, für Gitarre, Klarinette, Saxophon und Blasmusik.

Vom 1. Bis 4. Juni bekamen wir Besuch aus Frankreich, das Akkordeonorchester war beim Festabend dabei.

Am 13.07. stellten wir unserem 2. Bürgermeister unser neues Musikkonzept vor. Leider erfuhren wir, daß wir im Gegensatz zu einer echten Musikschule für die Schüler keine Zuschüsse erwarten könnten. Dafür sagte uns die Gemeinde aber ihre Unterstützung bei der Unterhaltung des Musikheimes zu.

Wir bekamen zu Beginn dieses neuen Schuljahres viele Schüler, die meisten allerdings bei der Früherziehung, aber es war ja zu erwarten, daß daraus einmal „richtige" Musikschüler werden.

Ab Februar 2001 begannen die Arbeiten im ersten Stock. Es gab viel zu tun: Böden abschleifen und ausbessern, Tapeten und alte Farbe von den Wänden entfernen, die Installationen und Fliesen ausbessern oder erneuern. Die meiste Arbeit dabei übernahmen Lorenz Priglmeier, Adolf Kraxenberger, Siegfried Beigl und der Vorstand mit seiner ganze Familie.

Am 25. Mai 2001 fuhr das Akkordeonorchester zum zweiten Mal zum internationalen Wettbewerb nach Innsbruck. Wieder kamen sie mit einer sehr guten Wertung heim: unter 84 Orchestern aus vielen Ländern hatten sie in der schwierigen Oberstufe den 10. Platz belegt!

Am 01.07. 2001 hatten die Kinder aus der Früherziehung Ihren ersten großen Auftritt. Die Lehrerin Irene Meyer hatte die Aufführung der Vogelhochzeit in der Güterhalle organisiert. Die Kinder traten in wunderschönen Kostümen auf die Bühne, alles klappte gut und die Zuschauer waren begeistert – ein schöner Erfolg auch für den Verein.

Im November 2001 schlossen wir einen Mietvertrag für das Musikheim mit der Gemeinde.

Das erste Ereignis im Jahr 2002 war am 28.04.2002 ein Benefizkonzert des Akkordeonorchesters in der Kirche zu Gunsten einer Missionsstation im ehemaligen Jugoslawien. Gut 300 Euro waren der Reinerlös und wir bekamen einen überschwänglichen Dankesbrief von den Klosterbrüdern aus Kroatien dafür.

Am 23.06.2002 organisierte Karin Tiefenbeck ein Konzert in der Güterhalle mit der Gruppe „ad libitum", das ist der neue Name ihres Quintettes. Karin hatte in Linz ein Musikstudium begonnen und lud zu diesem Konzert als Gastsolist einen Studienkollegen aus der Ukraine ein.

Am 05.07. fuhr Karin mit dem Schülerakkordeonorchester zum Bayerpark nach Reisbach. Dort fand ein von DHV organisiertes Treffen von Akkordeonorchestern aus ganz Bayern statt.

Am Grillfest am 28.07. sollte die Einweihung der neuen Räume im ersten Stock sein. In einer kurzen Feier weihte geistlicher Rat Kreuzer die neuen Räume im ersten Stock ein. Eine kleine Musikgruppe mit Akkordeon, Gitarre und zwei Flöten umrahmte die Feier mit festlicher Musik. Jetzt werden diese Räume als Unterrichtsräume für die verschiedenen Musikschüler genutzt, auch eine Küche und ein Büro haben wir dort jetzt.

Zur Zeit gibt es bei uns das Veldner Akkordeonorchester, ein Jugendakkordeonorchester, das seit Herbst Daniela Holbl leitet, das Nachwuchsorchester von Karin Tiefenbeck und zwei Quintette. Jedes Jahr gestalten wir ein Konzert mit allen Orchestern, natürlich sind wir beim Grillfest immer dabei und immer öfter werden unsere Akkordeongruppen zu Veranstaltungen in Velden als Musikgruppe eingeladen. Die Akkordeonmusik steht in Velden auf festen Beinen und auch die Gemeindeführung bestätigt uns immer wieder, wie sehr wir in Velden geschätzt werden.

  • Akkordeon-Orchester